Online-Tongenerator — Reine Sinustöne von 20 Hz bis 15 kHz
Dieser Tongenerator erzeugt eine reine Sinuswelle bei jeder Frequenz zwischen 20 Hz und 15 kHz direkt in Ihrem Browser: Bewegen Sie den Schieberegler und die Tonhöhe folgt in 10-Hz-Schritten, wobei der exakte Wert in Hz angezeigt wird. Nutzen Sie ihn für Frequenz-Sweeps an Lautsprechern, um unerwünschtes Klappern im Auto aufzuspüren oder die Grenzen Ihres Gehörs zu ermitteln. Drehen Sie die Lautstärke fast ganz herunter, bevor Sie auf Wiedergabe drücken. Der Ton wird lokal im Browser generiert — nichts wird aufgezeichnet oder übertragen.
Bitte vor der Wiedergabe lesen
Ein Dauerton kann sowohl Ihr Gehör als auch Ihre Lautsprecher dauerhaft schädigen. Stellen Sie die Systemlautstärke zunächst nahe null ein, starten Sie den Ton und erhöhen Sie den Pegel langsam, bis er gerade hörbar ist. Drücken Sie niemals auf Wiedergabe, wenn Sie bereits Kopfhörer mit unbekannter Lautstärke auf dem Kopf tragen.
Lautsprecher sind gefährdet, weil sich eine Sinuswelle völlig anders als Musik verhält. Musik verteilt Energie in kurzen Spitzen über das gesamte Spektrum; ein Testton leitet kontinuierliche Energie bei einer einzigen Frequenz in ein Chassis. Ein Hochtöner ist oft nur für wenige Watt Dauerleistung ausgelegt — ein lauter 8–12-kHz-Dauerton kann seine Schwingspule in Sekunden durchbrennen. Ein lauter 20–30-Hz-Ton hingegen treibt Tieftöner über ihr Hublimit hinaus. Wenn der Klang verzerrt oder scheppert, sofort leiser drehen.
Ihr Gehör ist vor allem bei hohen Frequenzen gefährdet. Schäden hängen von Lautstärke und Einwirkzeit ab, und ein Dauerton bietet keinerlei Pausen. Hohe Töne wie 13 kHz wirken leiser als sie sind, weshalb viele die Lautstärke gefährlich weit aufdrehen. Wenn Ihre Ohren danach klingeln, brechen Sie sofort ab.
So verwenden Sie den Tongenerator
Ein Regler, eine Taste. Der Schieberegler deckt 20 Hz bis 15.000 Hz in Schritten von 10 Hz ab, die Anzeige zeigt die Frequenz und die Schaltfläche startet bzw. stoppt die Sinuswelle. Ein Bewegen des Reglers während der Wiedergabe ändert die Tonhöhe sofort. Dieser Frequenz-Sweep erfolgt manuell — und langsames Bewegen liefert die besten Ergebnisse. Verstellen Sie den Regler um einige hundert Hz und pausieren Sie kurz; schnelles Ziehen überdeckt schmale Frequenzeinbrüche.
Wichtige Frequenzen im Überblick
20–60 Hz ist Subbass, der eher gefühlt als gehört wird und nur von Subwoofern oder geschlossenen Kopfhörern sauber wiedergegeben wird. Bei 80–200 Hz liegen viele Raummoden und Verkleidungsklappern. 440 Hz ist der Kammerton A4; 1 kHz ist der Standard-Referenzton in Audiospezifikationen. Zwischen 3 und 4 kHz hört das menschliche Ohr am empfindlichsten. Töne über 10 kHz verleihen Brillanz, gehen aber mit zunehmendem Alter zuerst verloren. Prüfen Sie vorab mit dem Lautsprechertest links rechts, ob beide Kanäle ordnungsgemäß funktionieren.
Was ein Frequenz-Sweep über Lautsprecher verrät
Der Pegelabfall (Roll-off) ist das wichtigste Kriterium: der Punkt im Tieftonbereich, an dem der Ton nicht nur leiser wird, sondern komplett verschwindet. Laptop-Lautsprecher liefern unter etwa 150 Hz kaum hörbaren Schall und Smartphone-Lautsprecher unter 400–500 Hz fast gar nichts mehr. Regallautsprecher fallen meist bei 50–60 Hz ab; Kopfhörer reichen oft tiefer hinab.
- Surren bei einer schmalen Frequenz — mechanische Resonanz: lose Abdeckungen, Schrauben oder Gehäuseteile schwingen mit. Kein Lautsprecherdefekt.
- Verzerrung über ein breites Band — die Lautsprechermembran oder Schwingspule ist beschädigt oder überlastet.
- Ton verschwindet und kehrt etwas höher zurück — Raumauslöschung (stehende Wellen). Bereits 30 cm Kopfbewegung verändern das Klangbild.
- Stille im gesamten Frequenzbereich eines Treibers — defekter Hoch- oder Tieftöner bzw. Problem in der Frequenzweiche.
Beachten Sie: Das menschliche Gehör arbeitet nicht linear. An beiden Enden des Hörbereichs sinkt die Empfindlichkeit drastisch. Selbst ein perfekt linearer Lautsprecher klingt bei 30 Hz viel leiser als bei 1 kHz.
Subwoofer testen und Klappergeräusche aufspüren
Für Subwoofer testen Sie den Bereich von 20–80 Hz bei moderater Lautstärke mit der Hand vor Membran oder Bassreflexöffnung. Luftbewegung bei 25 Hz zu spüren, während man kaum etwas hört, ist völlig normal. Bewegt sich die Membran nirgends, liegt die Ursache weiter vorne: Kabel, Verstärkung, Frequenzweiche oder deaktivierter LFE-Kanal.
Für das Aufspüren von Störgeräuschen ist dieser Tongenerator ideal, da ein gehaltener Ton Vibrationen isoliert, die in Musik untergehen. Im Auto liegen Tür- und Armaturenbrett-Vibrationen meist zwischen 50 und 80 Hz. Halten Sie den Ton bei der Resonanzfrequenz und drücken Sie mit der Handfläche auf verschiedene Verkleidungsteile. Hört das Klappern auf, haben Sie die Stelle gefunden. Dichtband oder festgezogene Schrauben beheben das Problem rasch. Prüfen Sie im Wohnraum Lampen, Fensterrahmen und Möbeltüren.
Der Hörbereich und sein Nachlassen im Alter
Der theoretische Hörbereich des Menschen liegt zwischen 20 Hz und 20 kHz, doch kaum ein Erwachsener hört die oberste Grenze. Der Verlust hoher Frequenzen beginnt oft schon ab dem 20. Lebensjahr: Jugendliche hören meist bis 17–19 kHz, Erwachsene um die 30 oft bis 15–16 kHz und ab 50 Jahren liegt die Grenze häufig bei 12–14 kHz. Lärm beschleunigt diesen Vorgang irreparabel. Da Sprache überwiegend unter 8 kHz stattfindet, bleibt der Verlust oft jahrelang unbemerkt.
Um Ihre Obergrenze mit diesem Online-Tongenerator zu testen, stellen Sie bei 1 kHz eine angenehme Lautstärke ein und regeln Sie schrittweise nach oben, ohne die Lautstärke zu verändern. Der Schieberegler endet bei 15 kHz.
Grobe Selbstprüfung, kein medizinisches Audiogramm
Handelsübliche Kopfhörer und ein unkalibrierter Webbrowser können keinen medizinischen Hörtest ersetzen. Ein echtes Audiogramm ermittelt den leisesten wahrnehmbaren Ton in dB HL mit kalibrierten Kopfhörern in einer schallgedämmten Kabine für jedes Ohr getrennt. Dieser Test liefert einen Sinuston mit festem Pegel, doch Soundkarte, Betriebssystem, EQ und Kopfhörerempfindlichkeit beeinflussen den Schalldruck am Trommelfell erheblich. Viele Kopfhörer dämpfen Frequenzen über 16 kHz stark ab; Bluetooth-Codecs schneiden Höhen oft vorab ab.
Was der Browser zuverlässig zeigen kann, sind deutliche Asymmetrien zwischen beiden Ohren oder ein auffallend früher Höhenabfall. Dies ist ein Anlass für einen HNO-Arztbesuch, keine Diagnose. Für allgemeine Audioprobleme bietet der Soundtest eine kombinierte Diagnose für Aufnahme und Wiedergabe, während der Mikrofontest die Eingangsseite mit Live-Monitoring überprüft.
Frequently asked questions
Wie viele Hertz kann ein Mensch je nach Alter hören?
Die meisten Erwachsenen hören Frequenzen von etwa 20 Hz bis 15–17 kHz, selten die theoretischen 20 kHz. Die Obergrenze sinkt mit dem Alter: Jugendliche erreichen oft 18–19 kHz, Menschen um die 30 hören bis etwa 16 kHz und mit 50 oft nur noch bis 12–14 kHz. Hohe Frequenzen gehen zuerst verloren, was lange unbemerkt bleibt, da Sprache unter 8 kHz liegt.
Sind Online-Hörtests im Browser zuverlässig?
Nein, sie ersetzen keine Messung unter Laborbedingungen. Ein medizinisches Audiogramm nutzt kalibrierte Wandler in einer schalldichten Kabine und misst Hörschwellen in dB HL. Ein Browser kennt den tatsächlichen Schalldruckpegel am Trommelfell nicht, da Lautstärkeregler, Kopfhörer und Raumakustik das Signal verändern. Betrachten Sie den Test als Orientierungshilfe.
Können Testtöne Lautsprechern oder Subwoofern schaden?
Ja, bei hohen Lautstärken besteht akute Gefahr. Eine Sinuswelle bündelt Dauerenergie auf eine einzige Frequenz, während Musik kurze Spitzen über das Frequenzband verteilt. Ein lauter Dauerton über 5 kHz kann Hochtöner mit wenigen Watt Belastbarkeit binnen Sekunden zerstören; Dauersignale bei 20–30 Hz überlasten den Hub von Tieftönern. Beginnen Sie stets leise.
Wie gefährlich sind Klangqualitätstests über Kopfhörer?
Gefährlich werden sie nur bei zu hoher Lautstärke, doch das Risiko ist real. Gehörschäden hängen von Pegel und Einwirkdauer ab — Dauertöne bieten dem Gehör keine Entlastung zwischen Impulsen. Besonders bei 12–15 kHz wird die Lautstärke oft unterschätzt, da das Ohr dort unempfindlicher ist. Stellen Sie die Lautstärke immer vorher vorsichtig ein.
Wie kann ich testen, ob meine Lautsprecher durchgebrannt sind?
Fahren Sie bei geringer Lautstärke langsam mit einem Sinuston durch das Frequenzband jedes Treibers. Ein durchgebranntes Lautsprecherchassis bleibt entweder komplett stumm oder verzerrt kratzend über den gesamten Bereich. Ein kurzes Surren bei nur einer Frequenz deutet eher auf mitschwingende Gehäuseteile hin. Prüfen Sie vorher immer beide Stereokanäle.
Wie finde ich Scheppern und Vibrationen mit einem Sweep?
Führen Sie bei mittlerer Lautstärke einen langsamen Sweep zwischen 30 und 150 Hz durch und stoppen Sie bei der Frequenz, bei der das Klappern auftritt. Lassen Sie den Ton laufen und drücken Sie nacheinander mit der Handfläche auf Verkleidungsteile, Gitter oder Leuchten. Verstummt das Geräusch, haben Sie die Schwingungsquelle lokalisiert.
Warum spielen meine Lautsprecher keinen 20-Hz-Ton ab?
Die meisten Lautsprecher können physikalisch bedingt keine so tiefen Frequenzen wiedergeben. Laptop- und Handylautsprecher verstummen unterhalb von 150–500 Hz, und kompakte Regallautsprecher fallen meist ab 50–60 Hz steil ab. Für echte 20 Hz benötigt man große Membranflächen und viel Leistung, da die Wellenlänge rund 17 Meter beträgt.